
Eigentlich ist es ja gar kein Geheimtipp mehr. Das Miznon ist, zumindest in der Foodie-Szene, ziemlich bekannt und hat ausgezeichnete Kritiken in Print- und Online-Medien. Aber trotzdem wollte ich dazu bloggen: Mitten in der Innenstadt, wo die Dichte an Touristenfallen mit schlechtem aber teurem Essen recht hoch ist, bin ich immer besonders begeistert, ausgezeichnetes, einfaches und gesundes Essen zu bekommen.
Die Speisekarte ist – wie bei richtig guten Lokalen so oft – sehr klein. Es gibt verschiedene gefüllte Pita-Brote, eine Handvoll vegetarische und nicht-vegetarische Hauptspeisen und vor allem viel Gemüse; einfach zubereitet: Karfiol und Brokkoli im Ganzen geröstet; Süßkartoffel aus dem Rohr.
Als ich das erste Mal im Mizon war, habe ich – hnicht ohne Skepsis – das Ratatouille mit Ei genommen. Ich dachte erstens, „Ratatouille ist fad“, und zweitens, „wie soll da ein Ei dazupassen?“, und wurde extrem positiv überrascht. Das Ratatouille bestand hauptsächlich aus Melanzani und war so g’schmackig und stimmig, dass ich richtig traurig war, als ich es aufgegessen hatte. Das hartgekochte, ein bisschen gestampfte Ei hat super dazu gepasst, genau wie die Sesampaste.
Das zweite Mal hatte ich das geschmorte Rind mit einem seltsamen Namen, an den ich mich nicht mehr erinnern kann („Encounter with meat“ oder so ähnlich). Auch das war einfach gut, wenn auch ein bisschen scharf.
Das Miznon ist kein Lokal für gemütliches Plaudern. Die Musik kann mitunter recht laut sein, und wenn man nicht um Punkt 12:00 kommt, wird es sehr eng und voll. Ich geh am liebsten ganz alleine und ganz kurz nachdem es aufsperrt hin, genieße das richtig gute Essen und gehe, wenn es überfüllt wird.
vegane Optionen: ♥ ♥ ♥
glutenfreie Optionen: ♥ ♥

Info:
Schulerstraße 4
1010 Wien
Montag bis Samstag 12:00-22:30
keine Reservierungen, keine Homepage (ich hab zumindest keine gefunden)
